Kabinett
Bundesregierung billigt Wehrdienst-Gesetz - Pistorius: "Mindset" der Gesellschaft ändern

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf für einen neuen Wehrdienst auf den Weg gebracht.

    Soldaten der Bundeswehr während einer Übung des 371. Panzergrenadierbattalions.
    Soldaten der Bundeswehr bei einer Übung (picture alliance/Daniel Kubirski)
    Der Entwurf von Verteidigungsminister Pistorius setzt zunächst auf Freiwilligkeit und soll mehr Menschen zum Dienst bei der Bundeswehr bewegen. Der SPD-Politiker erklärte, es gehe darum, das Zitat - Mindset - in der Gesellschaft zu verändern. Junge Menschen müssten sich künftig überlegen, was sie zur Sicherheit des Landes beitragen wollten.
    Jugendverbände kritisierten, dass sie an den Plänen nicht beteiligt worden seien. Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Gärtner, sagte der AFP, bei derart wichtigen Entscheidungen, die die freie Lebensplanung von Schülern unmittelbar beeinflussten, müssten diese zumindest vorher angehört werden. Auch die Vorsitzende des Bundesjugendrings, Broda, kritisierte in der ARD, junge Menschen wollten gehört werden. Bei einem so wichtigen Thema müssten sie einbezogen werden. - Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab kommendem Jahr alle 18-jährigen Frauen und Männer zu ihrem Interesse am Wehrdienst befragt werden. Für Männer soll dann ab 2028 die Musterung wieder verpflichtend werden.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.