Iran-Krieg
Bundesregierung gegen NATO-Einsatz in der Straße von Hormus: "Kein Krieg der NATO"

Die Bundesregierung hat den Forderungen von US-Präsident Trump nach einem NATO-Einsatz in der Straße von Hormus eine Absage erteilt.

    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung, nimmt an der Regierungs-Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz teil.
    Stefan Kornelius, Sprecher der Bundesregierung (Kay Nietfeld/dpa)
    Regierungssprecher Kornelius sagte, die USA hätten ihre Bündnispartner vor diesem Krieg nicht zu Rate gezogen. Deshalb sei er auch nicht die Angelegenheit der NATO und Deutschlands. Es gebe zudem gar kein Mandat für einen solchen Einsatz. Ähnlich äußerte sich der britische Premier Starmer. Trump hatte zuvor in der "Financial Times" mit einer "sehr schlechten Zukunft" für das Verteidigungsbündnis gedroht, sollte diese die USA nicht beim Schutz der Straße von Hormus unterstützen. Die NATO selbst reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher sagte lediglich, Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen.
    Die EU-Außenbeauftragte Kallas kündigte Beratungen über mögliche Optionen für einen europäischen Marineeinsatz an. Eine Möglichkeit sei, die Mission "Aspides" zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den Persischen Golf auszuweiten. Bundesaußenminister Wadephul zeigte sich skeptisch. Er sagte ebenfalls in Brüssel, für eine Ausweitung von "Aspides" wären eine neue rechtliche Grundlage und unter anderem ein Bundestags-Beschluss nötig.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.