
Im Januar war die Regierung noch von einem Wachstum von einem Prozent ausgegangen.
Der Hauptgrund für den Rückgang sei der Krieg im Iran und in der Nahost-Region. Dieser habe Deutschland wirtschaftlich zurückgeworfen, erklärte die CDU-Politikerin. Die Preise für Energie und Rohstoffe würden dadurch in die Höhe getrieben, was die Wirtschaft und die privaten Haushalte deutlich belaste. Die Bundesregierung erwarte deswegen im laufenden Jahr eine Inflation von 2,7 statt wie bisher angenommen von 2,1 Prozent.
Arbeitgeber fordern Wirtschaftsreformen
Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Kampeter, fordert von der Koalition entschiedene Wirtschaftsreformen. Im Deutschlandfunk sagte Kampeter, für ein dynamisches Wachstum brauche es ein großes Reformprojekt auf drei Feldern. Dazu gehören nach Ansicht des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Bürokratieabbau, Sozialreformen wie etwa die Vorhaben von Bundesministerin Warken im Gesundheitsbereich und Maßnahmen gegen steigende Energiepreise. Von den Vorsitzenden der Regierungsparteien forderte Kampeter, das Reformpaket gemeinsam und umgehend voranzutreiben und die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag nicht in Einzelmaßnahmen kleinzureden. Bundeskanzler Merz, Vizekanzler Klingbeil und CSU-Chef Söder stünden hier viel mehr in der Verantwortung als Wirtschaftsministerin Reiche.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
