Kanzler Merz
Bundesregierung nimmt Gespräche mit Iran wieder auf

Deutschland will laut Bundeskanzler Merz zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten beitragen.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt an einem Pressestatement zur aktuellen internationalen und nationalen Lage im Bundeskanzleramt teil.
    Bundeskanzler Merz (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Dazu werde die Bundesregierung die Gespräche mit der iranischen Führung wieder aufnehmen, sagte Merz in Berlin. Zugleich stehe man im engen Austausch mit den USA.
    Der Kanzler betonte, nach der zwischen Washington und Teheran vereinbarten Waffenruhe gebe es erstmals ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg. Die Lage sei aber noch fragil. Bei den anstehenden Gesprächen in Pakistan gehe es nun um eine tragfähige Verständigung zwischen beiden Seiten.
    Merz fügte hinzu, wenn es zu einem Friedensschluss mit dem Iran komme, werde sich Deutschland unter bestimmten Bedingungen an der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Dies habe er US-Präsident Trump zugesichert.
    Kritisch äußerte sich der Kanzler zum Vorgehen der israelischen Armee im Libanon. Die Härte, mit der Israel dort Krieg führe, könne den Friedensprozess zum Scheitern bringen - das dürfe nicht geschehen.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.