Migration
Bundesregierung schiebt 20 Straftäter nach Afghanistan ab

Die Bundesregierung hat 20 Menschen mit einem Charterflug nach Afghanistan abgeschoben.

    Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um Männer ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland, die straffällig geworden sind. Es sei die erste Abschiebung nach Afghanistan, die ohne Unterstützung von Drittstaaten per Charterflug erfolgt sei. Das Flugzeug sei am Morgen von Leipzig aus nach Kabul aufgebrochen. Den Abschiebungen war laut Innenminister Dobrindt eine Vereinbarung mit den islamistischen Taliban vorausgegangen. Sie schaffe die Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan.
    Menschenrechtler kritisieren, dass das Land für die Abgeschobenen nicht sicher sei. Die Organisation Pro Asyl verweist etwa auf Menschenrechtsverbrechen.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.