Migration
Bundesregierung schiebt 20 Straftäter nach Afghanistan ab

Die Bundesregierung hat 20 Menschen mit einem Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um Männer ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland, die straffällig geworden sind, unter anderem wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten.

    Menschen besteigen ein Flugzeug der Qatar Airways, vor dem Fahrzeuge der Bundespolizei stehen auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
    20 Straftäter wurden mit einem Charterflug nach Afghanistan abgeschoben (Archivbild). (Jan Woitas / dpa / Jan Woitas)
    Es sei die erste Abschiebung nach Afghanistan, die ohne Unterstützung von Drittstaaten per Charterflug erfolgt sei. Das Flugzeug sei am Morgen von Leipzig aus nach Kabul aufgebrochen. Den Abschiebungen war laut Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) eine Vereinbarung mit den islamistischen Taliban vorausgegangen. Sie schaffe die Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan. Menschenrechtler kritisieren, dass das Land für die Abgeschobenen nicht sicher sei. Die Organisation Pro Asyl verweist etwa auf Menschenrechtsverbrechen.

    Vergewaltigung einer Minderjährigen: Auch Täter von Illerkirchberg unter Abgeschobenen

    Laut baden-württembergischem Innenministerium war unter den Abgeschobenen auch ein 22-Jähriger, der wegen seiner Beteiligung an der Vergewaltigung einer Minderjährigen in Illerkirchberg 2019 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Alle vier Täter der Gruppenvergewaltigung seien damit abgeschoben, teilte Landesjustizministerin Marion Gentges von der CDU mit.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.