Vorfall in Polen
Bundesregierung sieht Eindringen von Drohnen als "sehr ernsten Vorfall"

Die Bundesregierung hat das Eindringen von Drohnen in den polnischen Luftraum als sehr ernsten Vorfall bezeichnet.

    Das zerstörte Dach eines Wohngebäudes in Wyryki, Ostpolen.
    Das zerstörte Dach eines Wohngebäudes in Wyryki, Ostpolen. (Wojtek Jargilo/PAP/dpa)
    Regierungssprecher Hille sagte, das Geschehen zeige erneut, unter was für einer Bedrohung man stehe - und wie sehr man von Russland ausgetestet werde. Es sei naheliegend und verständlich, dass Polen Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrages beantragt habe. Der Artikel sieht Beratungen vor, wenn sich ein Mitgliedsland von außen bedroht sieht. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes betonte, Polen genieße die volle Solidarität der Bundesregierung.
    Der Kreml in Moskau wollte den Sachverhalt nicht kommentieren und erklärte, in diesem Fall sei das Verteidigungsministerium zuständig. Allerdings gebe es von EU und NATO täglich den Vorwurf von Provokationen, meist ohne diese zu belegen.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.