Deutsch-französischer Rüstungskonzern
Bundesregierung steigt beim Panzerbauer KNDS ein

Die Bundesregierung steigt nach übereinstimmenden Agenturberichten beim deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS ein.

    Ein Panzer vom Typ Leopard 2 steht in den Fertigungshallen des Herstellers KNDS.
    Die Bundesregierung will beim Rüstungshersteller KNDS einsteigen. (Michael Kappeler / dpa)
    Zunächst werde sich der Bund mit 40 Prozent an dem Panzerbauer beteiligen, heißt es. Damit erhalte der Bund die gleichen Rechte im Unternehmen wie der französische Staat, melden Deutsche Presse-Agentur und französische AFP, die sich jeweils auf Regierungsquellen berufen.
    KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der deutschen Eigentümerfamilien von Krauss-Maffei Wegmann und der französischen Regierung. Die Familienholding will ihre Anteile jedoch verkaufen.
    Die Federführung bei dem Geschäft soll das Bundeswirtschaftsministerium übernehmen. Der genaue finanzielle Umfang ist noch nicht bekannt, allerdings wird der KNDS-Konzern derzeit mit bis zu 20 Milliarden Euro bewertet.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.