Auswärtiges Amt
Bundesregierung verurteilt Angriff auf Unifil-Truppe im Libanon

Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf die Blauhelm-Mission im Libanon verurteilt.

    UNIFIL-Truppen der Vereinten Nationen im Libanon während einer Patrouille.
    Die Unifil-Friedenstruppe ist seit 1978 im Libanon stationiert. (IMAGO / Xinhua / IMAGO / Ali Hashisho)
    Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte das Auswärtige Amt in einer Mitteilung. UNO-Generalsekretär Guterres sagte, solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen. Er forderte alle Parteien auf, die Feindseligkeiten einzustellen und den Waffenstillstand im Libanon zu respektieren.
    Frankreichs Präsident Macron machte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für den tödlichen Angriff verantwortlich. Es deute alles auf die Hisbollah hin, erklärte Macron im Onlinedienst X. Er forderte die libanesischen Behörden auf, die Täter unverzüglich festzunehmen. Die französische Verteidigungsministerin Vautrin sprach von einem "Hinterhalt", bei dem der Franzose durch einen direkten Schuss aus einer Handfeuerwaffe getötet worden sei. Dieser Hinterhalt sei von einer bewaffneten Gruppe aus nächster Nähe erfolgt.
    Gestern war eine Patrouille der UNIFIL-Friedenstruppe in einen Hinterhalt geraten. Ein französischer Soldat wurde getötet. Frankreichs Präsident Macron machte die Hisbollah verantwortlich. Die Miliz wies den Vorwurf zurück.
    Diese Nachricht wurde am 19.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.