
Es handele sich um eine weitere Eskalation, und sie sei äußerst besorgniserregend, sagte Entwicklungsministerin Alabali Radovan in Berlin. Die Organisation sei für die Versorgung der palästinensischen Flüchtlinge unverzichtbar – in Gaza wie auch in der gesamten Region, führte die SPD-Politikerin aus. UNRWA-Vertreter selbst sprachen von einem beispiellosen Angriff. Er stelle einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht und die Immunität von UNO-Einrichtungen dar.
Israel hatte heute mit dem Abriss begonnen. Die zuständige Behörde teilte mit, das Gelände werde in staatliche Verwaltung übergehen und planerisch neugeordnet. Die Regierung erklärte, die Beschlagnahmung stehe im Einklang mit israelischem und internationalem Recht. Das Parlament hatte ein Arbeitsverbot für UNRWA auf israelischem Staatsgebiet verhängt. Israels Regierung wirft dem Hilfswerk vor, dass einige Mitarbeiter an Terroraktivitäten der Hamas beteiligt gewesen seien.
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
