
In Dubai sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Wenzel, wenn es gelinge, den Methan-Ausstoß weltweit zu senken, gäbe es schnelle Fortschritte im Kampf gegen die Erderwärmung. Mit Satelliten lasse sich inzwischen genau orten, wo es etwa Lecks in Ölbohranlagen oder Gasfeldern gebe.
Methan entweicht unter anderem bei der Förderung von Kohle, Öl und Erdgas, entsteht aber auch in den Mägen von Kühen und Schafen, wird von Termiten produziert und tritt auf Müllhalden und Reisfeldern aus. Das Gas gilt als 30 mal aggressiver als Kohlendioxid. Und seine Konzentration steigt schneller. Sie beträgt derzeit laut Weltwetterorganisation mehr als das 2,5-Fache des Wertes von vor der industriellen Revolution. Aber Methan lässt sich auch kostengünstiger reduzieren als Kohlendioxid.
Vertreter der US-Regierung sagten bei der Klimakonferenz, sie wollten die Öl- und Gasproduzenten dazu verpflichten, Methanlecks zu schließen. Deutschland und die EU sind schon einen Schritt weiter.
Methan-Bündnis trifft sich in Dubai
Die EU und die USA haben dazu auf der Klimakonferenz vor zwei Jahren eine internationale Vereinbarung initiiert, das Global Methane Pledge (GMP), der inzwischen über 150 Länder beigetreten sind. Sie stoßen knapp über die Hälfte des menschengemachten Methans aus. Es fehlen dabei jedoch China, Indien und Russland. Anfang der Woche soll es in Dubai ein Treffen des Methan-Bündnisses geben, bei dem es auch um neue Intitiativen gehen soll.
Die Mitgliedsländer des Methanpakts wollen ihre Emissionen von 2020 bis 2030 um mindestens 30 Prozent reduzieren - werde nichts unternommen, werden sie laut der Initiative global um bis zu 13 Prozent steigen. Die Vereinbarung habe das Potenzial, die Erderwärmung bis 2050 um mindestens 0,2 Grad zu reduzieren.
Deutschland hat Ausstoß bereits reduziert
Die EU hat ihren Methanausstoß laut Europäischer Umweltagentur von 1990 bis 2020 bereits um 36 Prozent gesenkt. Das geschah vor allem im Energie- und Abfallbereich. Deutschland hat seine Methanemissionen laut Umweltbundesamt (Uba) von 1990 bis 2022 sogar um 66 Prozent reduziert. Das sei vor allem auf eine drastische Verringerung der Emissionen, ebenfalls im Energie- und Abfallbereich, zurückzuführen. Ein Faktor sei das Ende der Steinkohleförderung, außerdem werde Grubengas inzwischen abgesaugt und genutzt und auch aus Abfalldeponien entweicht den Angaben zufolge weniger Gas. Maßgeblich sei hier die Ausweitung der Kreislaufwirtschaft, etwa mit Abfalltrennung und Biogasnutzung.