
Bundeskanzler Merz sprach sich gegen kurzfristige Entscheidungen aus. Man werde reagieren, falls die Preise weiter und dauerhaft steigen sollten. Maßnahmen müssten gezielt sein, sagte Merz. Zugleich dürfe es keine Markteingriffe - wie beispielsweise ein staatlicher Preisdeckel - geben, die zu Versorgungsengpässen führten. Für diese Form der Entlastung in Kombination mit einer Übergewinnsteuer sprach sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Wiese, aus. Er bemängelte eine von Bundeswirtschaftsministerin Reiche angeregte Erhöhung der Pendlerpauschale. Diese helfe nur zeitversetzt und in geringem Umfang.
AfD-Bundessprecherin Weidel kritisierte die Überlegungen zur Pendlerpauschale und forderte stattdessen eine Absenkung der Energie- und Mehrwertsteuer. Linken-Fraktionsvorsitzende Reichinnek warf der Regierung vor, dass mit jedem Tag, an dem die Regierung Taten schuldig bleibe, die Not steige.
Für morgen ist eine Energiepreis-Konferenz mit Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften sowie Bundesfinanzminister Klingbeil geplant.
Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
