Diplomatie
Bundesregierung will Aufklärung zu verweigerter Einreise von Linken-Politiker in Ukraine

Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung bezüglich einer verweigerten Einreise des Linken-Politikers Pellmann in die Ukraine.

11.07.2024
    Sören Pellmann spricht bei einer Pressekonferenz.
    Sören Pellmann von der Partei "Die Linke" (Carsten Koall / dpa / Carsten Koall)
    Ein Sprecher erklärte in Berlin, man nehme die Angelegenheit sehr ernst und sei mit Nachdruck im Gespräch mit den ukrainischen Behörden, um die Gründe für die Einreiseverweigerung zu erfahren. Pellmanns Reise sei bei den ukrainischen Behörden angemeldet gewesen.
    Der Vorsitzende der Linken-Gruppe im Bundestag hatte gestern nach eigenen Angaben im Rahmen seiner Abgeordnetentätigkeit in das Land reisen wollen. Pellmann wurde aber am Bahnhof im westukrainischen Lwiw von den Behörden zunächst für zwei Stunden festgesetzt und anschließend nach Polen abgeschoben. Eine Begründung gab es demnach nicht. Pellmann äußerte aber auf der Plattform X die Vermutung, dass der Grund seine ablehnende Haltung gegenüber deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine sei.
    Diese Nachricht wurde am 10.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.