Fast Fashion
Bundesregierung will Hersteller von Wegwerf-Kleidung an Entsorgungskosten beteiligen: "Altkleidersammlung funktioniert nicht mehr"

Die Bundesregierung plant, Hersteller von Wegwerf-Kleidung an den Entsorgungskosten zu beteiligen.

    Kleidungsstücke und Schuhe liegen auf einem übervollen Altkleidercontainer.
    Die Betreiber von Altkleidercontainern kommen kaum hinterher. (IMAGO / Michael Gstettenbauer)
    Fast Fashion führe zu einem extremen Müllproblem, sagte Bundesumweltminister Schneider der Rheinischen Post. Deshalb funktioniere das System der Altkleidersammlung nicht mehr. Die Container würden mit Billigkleidung überfüllt und die Betreiber würden diese nicht mehr los.
    Der SPD-Politiker betonte, es sei zwar am wichtigsten, weniger Produkte aus China zu kaufen. Darüber hinaus strebe er aber bis zum Sommer ein Textilgesetz an. Wer in Deutschland Kleidung verkaufen wolle, müsse sich registrieren und einen Anteil für die ordnungsgemäße Entsorgung zahlen, führte der Bundesumweltminister aus. Dadurch könnten auch die Preise für Fast-Fashion-Produkte etwas steigen.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.