
Denkbar seien etwa Projekte zur Energieerzeugung, zur Infrastruktur und zu Bildungseinrichtungen. Merz betonte, mehr als 35 Jahre nach der Deutschen Einheit gebe es eine ganze Reihe struktureller Schwächen, aber auch viele Lichtblicke. Ihm gehe es vor allem darum zu zeigen, dass sich auch der Bund unverändert in Ostdeutschland engagiere.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Kaiser, erklärte mit Blick auf das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, davon müsse natürlich auch Ostdeutschland profitieren. Gerade die Regionen, die von Strukturschwäche geprägt seien oder eine Transformation durchmachten, sollten im Auge behalten werden, mahnte die SPD-Politikerin.
Merz für bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien
Der Kanzler plädierte auch für bessere Bahnverbindungen in die ostmitteleuropäischen Nachstaaten. "Wir müssen die Verkehrsverbindungen sehr viel stärker nach Osteuropa ausbauen." Er habe "ein hohes strategisches Interesse" an besseren Bahnverbindungen nach Tschechien, aber auch Polen, so Merz. Darüber werde man im Kabinett noch einmal sprechen. Das Anliegen werde auch von der polnischen und der tschechischen Regierung an ihn herangetragen, sagte Merz.
Ostdeutsches Flughafenproblem
Wie schon bei vorangegangenen Ost-Ministerpräsidentenkonferenzen forderten die Länderchefs auch dieses Mal mehr Verbindungen zum Hauptstadtflughafen BER. "Der BER ist der Flughafen für Ostdeutschland, den wir brauchen, um Wirtschaftswachstum zu generieren", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Wegner. Der Airport sei auch wichtig, um Menschen in die Ost-Bundesländer zu holen.
Die Zahl der täglichen interkontinentalen Flugverbindungen vom BER liege unter zehn, fügte er hinzu. "Von den westdeutschen Flughäfen sprechen wir von knapp 200. Und das finde ich, ist nach so langer Zeit, im Jahr 2026, nach 36 Jahren Deutscher Einheit, zumindest erklärungsbedürftig."
Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
