USA
Bundesrichter stoppt Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell - Regierung habe bewusst Druck ausgeübt

In den USA hat ein Bundesrichter die Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell vorerst gestoppt.

    Jerome Powell, der US-Notenbankchef, steht an einem Rednerpult vor einer US-Fahne.
    Ein US-Bundesrichter hat die Ermittlungen gegen den US-Notenbankchef Jerome Powell voerst gestoppt. (picture alliance / Sipa USA)
    Die Regierung habe bisher keinerlei Beweise für die Anschuldigungen gegen Powell vorgelegt, begründete Bundesrichter Boasberg seine Entscheidung. Die vorgebrachten Argumente für ein Strafverfahren seien "substanzlos". Eine Vorladung Powells durch das Justizministerium erklärte er für nichtig. Es gebe Hinweise darauf, dass die Regierung Powell nur vorgeladen habe, um ihn unter Druck zu setzen, für niedrigere Zinsen zu stimmen oder zurückzutreten, sagte Boasberg.
    US-Präsident Trump hatte die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage gestellt und Powell öffentlich beleidigt, nachdem dieser sich weigerte, die Leitzinsen, wie von Trump gefordert, zu senken. Im Januar gab Powell dann die Vorladung gegen ihn und ein drohendes Strafverfahren bekannt. Er sprach von einem "beispiellosen Vorgehen".
    Offiziell geht es in dem Verfahren um die Kosten bei der Renovierung des Zentralbankgebäudes. Trump hatte Powell "Betrug" unterstellt und einen neuen Fed-Chef nominiert. Dieser soll Powells Posten im Mai übernehmen.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.