Wehrdienst-Pläne der Bundesregierung
Bundesschülerkonferenz: Junge Menschen werden übergangen

Die Bundesschülerkonferenz sieht die Anliegen junger Menschen bei den Wehrdienst-Plänen der Bundesregierung nicht berücksichtigt.

    Junge Soldatinnen und Soldaten gehen während einer Parade nebeneinander her.
    Das Bundeskabinett entscheidet heute über ein neues Wehrdienst-Gesetz. (IMAGO / Sylvio Dittrich / IMAGO / Sylvio Dittrich)
    Bei derart wichtigen Entscheidungen, die die freie Lebensplanung von Schülerinnen und Schüler unmittelbar beeinflussten, müssten diese zumindest vorher angehört werden, sagte Generalsekretär Gärtner der Nachrichtenagentur AFP. Alles andere sei eine ignorante Haltung der Politik. Man dürfe die heranwachsende Generation nicht übergehen, erklärte Gärtner.
    Die Bundesregierung will am Vormittag über den Wehrdienst-Gesetzentwurf des Verteidigungsministeriums entscheiden. Dieser setzt auf Freiwilligkeit und sieht vor, dass ab dem kommenden Jahr an alle jungen Menschen ein Fragebogen versandt wird. Männer müssen ihn ausfüllen, Frauen nicht. Dabei soll das Interesse am Dienst in der Bundeswehr abgefragt werden. Geeignete Kandidaten werden dann zur Musterung eingeladen. Diese soll ab 2028 für alle 18-jährigen Männer verpflichtend werden, auch wenn sie kein Interesse am Wehrdienst bekundet haben.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.