Unter anderem geht es um Asylverfahren an den EU-Außengrenzen. In Deutschland sollen sogenannte Sekundärmigrationszentren entstehen. Dort sollen Asylsuchende untergebracht werden, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Sie können dann zwar in das zuständige EU-Land ausreisen, sich aber nicht frei in Deutschland bewegen.
Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Krings von der CDU sprach von einem wichtigen Schritt bei der Neuausrichtung der Asylpolitik. Die Reform schaffe ein einheitliches europäisches Verfahren. Seine Koalitions-Kollegin aus der SPD, Eichwede, sagte, mit der europäischen Einigung werde das Grundrecht auf Asyl geschützt. Kritik kam unter anderem vom AfD-Politiker Krah. Die Reform werde an der ungeordneten Zuwanderung nichts ändern, meinte er. Der Grünen-Politker Benner erklärte, die Regierung schieße mit ihrem Vorhaben weit über die europäische Regelung hinaus. Es handele sich um die größte Asylrechtsverschärfung seit 1993.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
