Medien
Bundestag debattiert über existenzbedrohten Lokaljournalismus

Kulturstaatsminister Weimer hat vor einem - Zitat - "Artensterben" im Bereich des Lokaljournalismus gewarnt.

    Im Vordergrund ist der Lokalteil einer Zeitung abgebildet, im Hintergrund sind unscharf weitere Zeitungen zu sehen.
    Der Lokaljournalismus ist bedroht. (dpa | Lino Mirgeler)
    Weimer sagte bei einer Debatte zum Thema im Bundestag, der Lokaljournalismus sei mit seiner Berichterstattung etwa über örtliche Misstände das Immunsystem der Regionen und die Grundlage für Basisdemokratie. Doch beraubten ihm digitale Plattformen die Existenzgrundlage. Diese Plattformen müssten denselben presserechtlichen Regularien unterwerfen, die auch für den Lokaljournalismus gelten würden, verlangte der parteilose Minister.
    Auch Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linkspartei betonten die gesellschaftliche Bedeutung des lokalen Journalismus und forderten Maßnahmen zu dessen Unterstützung. Der AfD-Abgeordnete Renner sagte dagegen, die Ursache für eine lokale Nachrichtenwüste sei, dass die sogenannten Qualitätsmedien alle nur noch dieselben regierungsnahen Haltungen transportierten.
    Anlass der Debatte war der von den örtlichen Medien ausgerufene "Tag des Lokaljournalismus" unter Schirmherrschaft der UNESCO am vergangenen Montag.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.