Vorstoß von Grünen und Linken
Bundestag lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab

Der Bundestag hat Gesetzentwürfe von Grünen und Linkspartei zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens abgelehnt.

    Ein Fahrgast läuft über einen Bahnsteig der U7 in Berlin.
    Fahren ohne Fahrschein gilt als Erschleichen von Leistungen und ist damit eine Straftat. (picture alliance / Caro Kadatz / Caro Kadatz)
    Union, SPD und AfD stimmten dagegen. Die Gesetzentwürfe sahen vor, dass das Fahren in Bussen und Bahnen ohne Ticket nicht mehr als Straftat verfolgt wird.
    Bundesjustizministerin Hubig von der SPD hatte zuletzt betont, aus ihrer Sicht sprächen gute Gründe für eine Entkriminalisierung. Durch die Verfahren würden viele Ressourcen in der Justiz gebunden, die man sinnvoller einsetzen könne. Die Union argumentiert dagegen, dass mehr Menschen Schwarzfahren würden und in der Folge die Ticketpreise angehoben werden müssten.
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.