Aktuelle Stunde
Bundestag streitet über Altersgrenze für Social Media

In einer Aktuellen Stunde des Bundestages ist über ein möglichen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert worden. Während Familienministerin Prien (CDU) und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) Sympathien für eine feste Altersgrenze äußerten, kam deutliche Kritik aus der Opposition.

    Symbolfoto. Gestellte Aufnahme zum Thema Kinder nutzen Social Media. Ein Junge sitzt in einem dunklen Raum und wird von einem Smartphone beleuchtet.
    Diskussion im Bundestag über Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche (Symbolbild) (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Prien warnte in einer Aktuellen Stunde vor den gesundheitlichen Risiken für Kinder und Jugendliche. Bei Zigaretten oder Glücksspiel seien Altersbeschränkungen selbstverständlich. Notwendig sei allerdings ein Gesamtkonzept. "Es wird mit der einen Maßnahme nicht getan sein." Schwesig ergänzte, eine Altersgrenze habe nichts mit Zensur zu tun, sondern diene dem Schutz der Kinder.
    Der digitalpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Rupp, warf der schwarz-roten Koalition hingegen vor, Grund für die angepeilte Altersgrenze sei der Erfolg der AfD bei jungen Menschen im Internet. Linken-Politikerin Bremer warnte, wer Jugendliche von Social Media ausschließt, nehme ihnen die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe.
    Bis jetzt ist unklar, ob sich Union und SPD wirklich auf ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche verständigen.
    Diese Nachricht wurde am 05.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.