Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Bundestagspräsidentin Klöckner fordert von ARD und ZDF mehr Selbstreflexion

Bundestagspräsidentin Klöckner hat vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr politische Live-Berichterstattung und Selbstreflexion gefordert. Sie verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber er müsse sich auch Fragen nach seiner Effizienz, nach seiner Neutralität sowie nach seiner Ausgewogenheit stellen lassen, sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag".

    Julia Klöckner (CDU), Bundestagspräsidentin, spricht im Bundestag.
    Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) (Elisa Schu / dpa / Elisa Schu)
    Schwierig werde es, wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen verabschiede. Klöckner forderte, dass sich ARD und ZDF regelmäßig selbst hinterfragen müssten. "Da muss es dann auch eine selbstreflektierende Korrektur geben", betonte die 53-Jährige.
    Zudem sprach sich die Bundestagspräsidentin für mehr politische Live-Berichterstattung aus. Parlamentsdebatten sollten im Hauptprogramm übertragen werden. "Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her für die Bevölkerung wichtiger als manche Sendung aus der Konserve."
    Diese Nachricht wurde am 01.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.