
Selenskyj sprach sich vor dem Hintergrund des Iran-Krieges und gestiegener Energiepreise gegen eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland aus. "Dann wird diese Aggression anerkannt", warnte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Klöckner erklärte, sie habe darüber als Bundestagspräsidentin nicht zu entscheiden. Sie persönlich finde es allerdings wichtig, dass Russland nicht belohnt werde für das, was es tue. Das sehe auch der Bundeskanzler so. Die USA hatten zuletzt wegen der gestiegenen Preise für Öl und Gas eine begrenzte Rücknahme von Sanktionen gegen Moskau in Betracht gezogen.
Thema des Gesprächs zwischen Selenskyj und Klöckner waren auch die deutsch-ukrainische Kooperation bei militärischen Drohnen sowie Pläne für eine größere Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Energieversorgung.
Erste Rede einer Vertreterin Deutschlands vor dem ukrainischen Parlament
Zuvor hatte Klöckner im ukrainischen Parlament die Unterstützung durch Deutschland bekräftigt. Jeder Sitzungstag in der Rada sei eine Botschaft auch an den russischen Präsidenten, der für Freiheit und Demokratie nur Verachtung übrig habe, betonte Klöckner. Die Ukraine lasse sich ihre politische Freiheit nicht nehmen.
Es war die erste Rede einer Vertreterin Deutschlands vor dem ukrainischen Parlament. Der Besuch erfolgte auf Einladung von Parlamentspräsident Stefantschuk.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
