Hitze
Bundesumweltminister Schneider will für Klimaanpassung das Grundgesetz ändern

Bundesumweltminister Schneider (SPD) will Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe des Staates in das Grundgesetz aufnehmen. Schneider sagte nach der Kabinettsitzung in Berlin, der Bund solle Maßnahmen für die Klimaanpassung und den Klimaschutz finanzieren und selbst umsetzen können. Bisher sei dies Kernaufgabe von Ländern und Kommunen.

    Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, gibt nach der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt ein Pressestatement.
    Bundesumweltminister Carsten Schneider, SPD (Kay Nietfeld/dpa)
    Daher werde er eine Änderung des Grundgesetzes vorschlagen. Zuvor hatten sich etwa der Städtetag und der Sozialverband VdK dafür ausgesprochen, Klimaanpassung wie den Hitzeschutz in der Verfassung als Gemeinschaftsaufgabe zu regeln.
    Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. In Deutschland wurden vielerorts Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius gemessen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sind seit Jahresbeginn rund 12.000 Menschen an der Hitze gestorben.

    Aus dem Dlf-Programm:

    Verkehrsminister aus Bund und Ländern diskutieren Konsequenzen
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.