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Brandenburg
Bundesumweltministerin Lemke in Sorge vor erneutem Fischsterben in der Oder

Bundesumweltministerin Lemke befürchtet, dass es erneut zu einem Fischsterben in der Oder kommen könnte.

08.06.2023
    Im Wasser zwischen Steinen liegt ein toter Fisch am Ufer der Oder.
    Im Sommer 2022 kam es zu einem massiven Fischsterben in der Oder. (picture alliance/dpa)
    Bei einem Besuch im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal sagte die Grünen-Politikerin, angesichts der drohenden Wasserknappheit im Sommer müsse sofort gehandelt werden. Dazu sollten in Polen die Salzeinleitungen in den Fluss angepasst werden. So könne eine erneute massenhafte Vermehrung von giftigen Algen verhindert werden. Bisher sei das Nachbarland der Bitte aber noch nicht nachgekommen. Die hohe Zahl der Algen ist nach Expertenansicht für das massive Fischsterben im vergangenen Sommer mitverantwortlich.
    Im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe reichte heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Klage gegen den Bewirtschaftungsplan für das Flussgebiet ein. Weitere Verbände sowie Bürgerinitiativen schlossen sich der Klage an. Sie richtet sich gegen das brandenburgische Umweltministerium. Über die Hintergründe wollen die Initiatoren in einer Woche informieren.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.