
Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk vorliegt. Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Dieses habe sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begründung. Eine gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren für den bestmöglichen Standort kompatibel.
Bereits vor zwei Jahren war durch Recherchen des Deutschlandfunks bekannt geworden, dass die Suche nach einem Standort für das Endlager bis in die 2070er-Jahre andauern könnte. Dies hatte ein Gutachten im Auftrag des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung ergeben. Das Bundesumweltministerium hatte daraufhin eigentlich Maßnahmen zur Beschleunigung des Verfahrens angekündigt. Umweltminister Schneider hatte noch vor wenigen Wochen erklärt, die Mitte des Jahrhunderts für eine Festlegung anzustreben. In dem Referentenentwurf ist davon nicht mehr die Rede.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
