Erneuerbare Energien
Bundesverband Solarwirtschaft: Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums zu Solar-Förderungen "Frontalangriff auf Energiewende"

Die Kritik an den Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, kleine Solarstrom-Anlagen nicht mehr finanziell zu fördern, wird lauter.

    Solarmodule werden auf ein Hausdach transportiert.
    Kleinere Solarstrom-Anlagen sollen nicht mehr finanziell gefördert werden - das führt zu Kritik (Archivbild). (picture alliance / Sven Simon / Frank Hoermann)
    Der Bundesverband Solarwirtschaft bezeichnete den Gesetzentwurf der CDU-Politikerin als Frontalangriff auf die Energiewende in Deutschland. Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche seien gefährdet, außerdem drohe ein Verpassen der Klimaziele. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands, Körnig, erklärte, eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung wünsche sich vielmehr, dass der Ausbau der Solarenergie beschleunigt werde.
    Auch in der Politik stießen Reiches Pläne auf Widerspruch, vor allem bei den Grünen, aber auch beim Koalitionspartner SPD.
    In dem Entwurf für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes heißt es, insbesondere kleine Solaranlagen seien aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich. Bisher wird auf dem eigenen Dach erzeugter Solarstrom 20 Jahre lang finanziell gefördert.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.