Karlsruhe
Bundesverfassungsgericht prüft bayerisches Polizeigesetz

Am Bundesverfassungsgericht hat die Verhandlung über umstrittene Befugnisse der bayerischen Landespolizei begonnen.

    Auf der Richterbank im Sitzungssaal im Bundesverfassungsgericht liegen Barette der Bundesverfassungsrichter des ersten Senats.
    Das Bundesverfassungsgericht prüft umstrittenes bayerisches Polizeigesetz. (picture alliance / dpa / Uli Deck)
    Der Erste Senat in Karlsruhe befasst sich mit zwei Klagen gegen Regelungen im sogenannten Aufgabengesetz. Es geht etwa um die Frage, ob die Beamten schon bei einer drohenden Gefahr Menschen überwachen oder ihre Computer und Mobiltelefone heimlich durchsuchen dürfen. Zudem richten sich die Klagen gegen die Verlängerung des Präventivgewahrsams auf insgesamt zwei Monate. An das höchste deutsche Gericht hatten sich 2018 Bundestagsabgeordnete von FDP, Linke und Grünen gewandt sowie unter anderem die Gesellschaft für Freiheitsrechte. Sie argumentieren, dass Bayerns Polizeigesetz Grundrechte verletzt.
    Für morgen ist ein zweiter Verhandlungstag angesetzt. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.