Russischer Angriffskrieg
Bundesverteidigungsminister Pistorius wirft Kremlchef Putin "Terror" gegen Ukrainer vor

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat Russlands Präsident Putin Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vorgeworfen. Zugleich äußerte der SPD-Politiker Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers. Bislang sehe er keine Anzeichen dafür, dass Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden wolle, sagte Pistorius dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Boris Pistorius spricht in der Generaldebatte im Bundestag zum Haushalt.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius (SPD) (Elisa Schu/dpa)
    Wenn es darauf ankomme, halte Putin immer an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit, sagte Pistorius. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe Putin die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie kaum zuvor in diesem Krieg. Das sei Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richte, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad, erklärte Pistorius.

    Derzeit keine Angriffe auf Energieanlagen in Ukraine und Russland

    ⁠Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte. Putin hat nach Angaben des Kreml eine persönliche Bitte von US-Präsident Trump erhalten, die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar einzustellen.

    Weitere Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi geplant

    Am Sonntag soll eine weitere Runde der Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine über einen möglichen Frieden in Abu ⁠Dhabi stattfinden. Doch ‌Selenskyj zufolge könnten sich Ort und Zeit aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ändern. US-Außenminister Rubio hatte bereits erklärt, dass die US-Gesandten Witkoff und Kushner diesmal nicht an den Friedensgesprächen teilnehmen.
    Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.