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Sachsen-Anhalt
Bundeswehr beginnt Einsatz in Hochwassergebiet

Die Bundeswehr hat ihren Einsatzes im Hochwassergebiet in Sachsen-Anhalt begonnen. Einen Tag früher als ursprünglich geplant kamen am Morgen rund 200 Soldaten aus Thüringen und Schleswig-Holstein nach Sangerhausen.

    Soldaten in Tarnuniformen stellen in einer Halle Feldbetten auf einer Bühne auf. Am Bühnenrand Marschgepäck.
    Die ersten Soldaten sind zur Unterstützung eingetroffen. (Jan Woitas / dpa / Jan Woitas)
    Dort bereiteten sie die geplanten Einsätze vor und stellten Feldbetten auf. Die Soldaten sollen beim Füllen und Verteilen von rund 600.000 Sandsäcken helfen. Die Deiche seien sichtbar durchweicht, deshalb müsse eine Stabilisierung vorgenommen werden, hieß es.
    Der Einsatz dauert zunächst bis zum 14. Januar. Nach Angaben der Bundeswehr sind damit aktuell erstmals auch Soldaten und nicht nur Gerät und Material der Bundeswehr in den Hochwassergebieten im Einsatz.

    Niedersachsens CDU fordert 100 Millionen Euro

    Der niedersächsische CDU-Vorsitzende Lechner forderte schnelle Hilfszahlungen des Landes für die vom Hochwasser Betroffenen. Im Deutschlandfunk sagte Lechner, Niedersachsen solle kurzfristig 100 Millionen Euro aus seinen Rücklagen zur Verfügung stellen. Ministerpräsident Weil von der SPD sei zu zögerlich, kritisierte der Christdemokrat. Weil prüfe die Freigabe noch, während die CDU bereit sei, mit Hilfe eines Nachtragshaushalts sehr zügig erste finanzielle Hilfen auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus benötige das Land zur Behebung der Schäden und zur Verbesserung des Hochwasserschutzes mehr Unterstützung durch den Bund. Die Schuldenbremse müsse dafür jedoch nicht außer Kraft gesetzt werden, betonte Lechner. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Bundesfinanzminister Lindner geäußert.

    Pegelstände steigen weiter

    Durch den in vielen Teilen Deutschlands anhaltenden Regen steigen die Pegelstände der Flüsse weiter an. Dadurch bleibt die Lage in Niedersachsen und anderen Hochwassergebieten angespannt. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge gilt dies vor allem für den Nordwesten und die Mitte. Dort sind viele Deiche gefährdet.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.