Kabinettsbeschluss
Bundeswehr-Einsatz vor der libanesischen Küste im Rahmen von Unifil letztmalig verlängert

Das Bundeskabinett hat den Bundeswehr-Einsatz vor der libanesischen Küste bis Juni 2027 beschlossen.

    Eine Flagge der Vereinten Nationen weht auf der Spitze eines Turms in einem Stützpunkt der Friedenstruppen der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) an der israelisch-libanesischen Grenze.
    Stützpunkt der Friedenstruppen der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) an der israelisch-libanesischen Grenze (Leo Correa / AP / dpa / Leo Correa)
    Es ist die letztmalige Verlängerung im Rahmen der Unifil-Mission, die nach einer Entscheidung des UNO-Sicherheitsrats im nächsten Jahr endet. Der Einsatz startete 1978 um das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon zu überwachen. Derzeit sind noch 10.000 Soldaten beteiligt. Nach ihrem Abzug soll die libanesische Armee die Kontrolle übernehmen. 
    Die ⁠Bundeswehr beteiligt sich ⁠seit 2006 an dem ⁠Einsatz. Er hat vor allem die Unterbindung des Waffenschmuggels an die Hisbollah-Miliz und die Ausbildung der libanesischen Streitkräfte zum Ziel. Der Bundestag muss noch über die Verlängerung entscheiden, ein Ja gilt aber als ​sicher.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.