Grönland
Bundeswehr-Erkundungsteam für Grönland gestartet - Russland kritisiert Entsendung von Nato-Soldaten

Soldaten der Bundeswehr haben sich als Teil einer Erkundungsmission für die von den USA beanspruchte Arktisinsel auf den Weg nach Grönland gemacht.

    Der Airbus A400M der Deutschen Luftwaffe bei der Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin am 05.06.2024.
    Die Soldaten sind mit einem Transportflugzeug vom Typ A400M unterwegs (Archivbild). (picture alliance / Schoening / Schoening)
    Laut Verteidigungsministerium machte sich ein Flugzeug zunächst auf den Weg nach Dänemark. Nach einem Zwischenstopp sollen die Soldaten morgen weiterfliegen. Dies werde mit einem zivilen dänischen Flugzeug gemeinsam mit anderen Partnern geschehen, hieß es.
    Vor dem Hintergrund der US-Drohung, Grönland zu übernehmen, entsenden Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel. Verteidigungsminister Pistorius sagte, es gehe darum auszuloten, wie die Sicherheit in der Arktis angesichts der russischen und chinesischen Bedrohungen garantiert werden könne. Laut dem Politikwissenschaftler Christian Mölling haben die Europäer die Bedrohung vor allem durch russische Schiffe lange nicht ernst genommen. Insofern habe US-Präsident Trump mit seinen Warnungen nicht unrecht. Die Erkundungsmission jetzt sei "eine Geste", die Trump Unterstützung signalisieren solle ohne ihn zu verärgern, sagte Mölling im Deutschlandfunk. Zugleich demonstriere man Solidarität mit Dänemark.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.