
Gemeinsam mit den NATO-Staaten Frankreich, Schweden und Norwegen entsendet Deutschland morgen früh 13 Bundeswehrangehörige auf die Arktisinsel. Hintergrund sind die US-Ansprüche auf Grönland. Die Entsendung erfolge auf Einladung Dänemarks und habe zum Ziel, gemeinsam mit Vertretern weiterer NATO-Partner die Rahmenbedingungen für eine Unterstützung Dänemarks zu erkunden, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Dabei gehe es beispielsweise um Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Norwegen wird nach eigenen Angaben zwei Soldaten entsenden, Schweden schickt einige Offiziere.
Vertreter Dänemarks und Grönlands haben am Abend mit der US-Regierung in Washington über die Zukunft Grönlands beraten. Der dänische Außenminister Rasmussen sprach anschließend von grundlegenden Meinungsverschiedenheiten. Rasmussen betonte, entgegen Äußerungen von US-Präsident Trump sei es absolut nicht notwendig, dass die Vereinigten Staaten Grönland übernähmen. An dem einstündigen Gespräch im Weißen Haus mit US-Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio nahm auch die grönländische Außenministerin Motzfeld teil. Die Teilnehmer einigten sich darauf, eine Arbeitsgruppe einzurichten.
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
