
Die unbemannten Flugkörper sollen der Bundeswehr-Brigade in Litauen bei der Abschreckung gegen Russland helfen. Die Bundeswehr testet die Drohnen bereits.
Was sind Kamikazedrohnen?
Dabei handelt es sich um unbemannte Flugkörper, die über ihrem Ziel "lauern", bis sie von einem Operateur den Befehl zum Angriff bekommen. Dann werfen sie entweder eine Sprengladung ab oder stürzen sich selbst auf ihr Zielobjekt. Im Militärjargon werden sie daher auch als Kamikazedrohnen bezeichnet.
Welche Hersteller sollen liefern?
Die beiden deutschen Rüstungs-Startups Stark Defence aus Berlin und Helsing aus München sollen die Kampfdrohnen liefern. Zunächst geht es um einen Auftrag für insgesamt rund 540 Millionen Euro mit der Option einer Erweiterung in Milliardenhöhe. Über die genaue Anzahl der Drohnen und die mögliche Gesamthöhe des Geschäfts gibt es keine Angaben.
Warum sollen Kamikazedrohnen angeschafft werden?
Die Bundeswehr, die beim Einsatz von Drohnen als Waffe aufgrund früherer politischer Entscheidungen lange abgehängt schien, will mit den Waffen ein neues Kapitel auf dem Gefechtsfeld aufschlagen. Sie will auch Lehren aus dem Verlauf des Kriegs in der Ukraine ziehen. Als erster Verband soll die "Brigade Litauen" die neuen Waffensysteme bekommen. Heeresinspekteur Freuding will in den nächsten Jahren insgesamt sechs Einheiten für den Einsatz der neuen Waffensysteme aufstellen.
Welche Bedenken gibt es?
Vor allem die Grünen haben Vorbehalte gegen den an Stark Defence beteiligten US-Investor Peter Thiel und Aufklärung über dessen möglichen Einfluss gefordert. Verteidigungsminister Pistorius von der SPD erklärte dazu in der vergangenen Woche, er teile die Bedenken gegen die Person, relevant für eine Entscheidung sei aber, ob Thiel das operative Geschäft beeinflussen könne.
Stark Defence erklärte bereits, Peter Thiel habe "keinerlei Einfluss auf das operative Geschäft".
Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
