Ukraine-Krieg
Bundeswehrverband: Europa zu schwach gegen Russland

Der Deutsche Bundeswehrverband hat davor gewarnt, dass die Konzentration auf ‌den Iran-Krieg ⁠die Verteidigung ⁠gegen Russland schwäche.

    Das Foto zeigt Andre Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes und Oberst. Er lächelt in die Kamera und trägt eine Uniform.
    Andre Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes: "Europa muss sich auf Kriegswirtschaft vorbereiten." (IMAGO / Jürgen Heinrich / IMAGO / Jürgen Heinrich)
    Die größte Bedrohung für Europa gehe nach wie vor von Russland aus, sagte der Verbandsvorsitzende Wüstner der "Rheinischen Post". Durch das widersprüchliche ⁠Verhalten von US-Präsident Trump und durch Europas ⁠militärische Schwäche, werde Russland nicht mehr ausreichend abgeschreckt. Zudem spiele es dem russischen Präsidenten Putin in die Karten, dass derzeit alle Aufmerksamkeit auf den Iran gerichtet sei. Der Kremlchef könne so seine Angriffe auf die Ukraine verstärken.
    Wüstner forderte daher eine deutlich schnellere Aufrüstung der Bundeswehr und sprach sich dafür aus, ukrainische Soldaten ‌am ‌Marschflugkörper Taurus auszubilden. Die Rüstungsindustrie müsse zudem ihre ​Produktion erheblich steigern und sich auf eine mögliche Kriegswirtschaft vorbereiten.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.