
Autofahrer müssen bis morgen in zahlreichen Bundesländern mit Einschränkungen auf Autobahnen, Landstraßen sowie an Brücken und Tunneln rechnen. Die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund hatten die 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sowie tausende Mitarbeiter der Landesstraßenbauverwaltungen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Unter anderem bleibt der Wesertunnel bei Bremerhaven bis zum späten Abend komplett gesperrt, ebenso die Brücke über die Ems im ostfriesischen Leer, der Hamburger Elbtunnel war bis 18h nur eingeschränkt befahrbar. Viele Autofahrer wichen auf Fährverbindungen aus und verursachten dort Staus. In Nordrhein-Westfalen sind elf Tunnel geschlossen, weil sie wegen des Streiks nicht wie vorgeschrieben überwacht werden können.
In Hannover versammelten sich nach Angaben von Verdi rund 400 Teilnehmer des Warnstreiks zu einer Kundgebung. Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH und im Öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro. Eine zweite Verhandlungsrunde endete am vergangenen Freitag ohne Annäherung.
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
