
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" geht das Bundeswirtschaftsministerium inzwischen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2024 um 0,2 Prozent schrumpfen wird. Bislang liegt die offizielle Prognose bei einem Anstieg von 0,3 Prozent. Die Zahlen sollen am Mittwoch offiziell vorgestellt werden.
Habeck: "Auch Länder müssen zur Erholung der Wirtschaft beitragen"
Schon jetzt hat sich Bundeswirtschaftsminister Habeck weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ausgesprochen. Über die Wachstumsinitiative der Bundesregierung hinaus seien zusätzliche Schritte notwendig, sagte der Grünen-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Neben dem Bund sollten auch die Landesregierungen ihren Teil zu einer spürbaren Erholung der wirtschaftlichen Lage beitragen, betonte Habeck. Details nannte er nicht. Die Bundesregierung plant bislang unter anderem steuerliche Entlastungen und Bürokratie-Abbau für Unternehmen sowie Anreize für Mehrarbeit.
Präsident des Weltwirtschaftsforums bleibt optimistisch
Derweil blickt der Präsident des Weltwirtschaftsforums, Brende, trotz der aktuellen Konjunkturflaute mit Zuversicht auf die wirtschaftliche Entwicklung. Brende sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei optimistisch, weil das Land über eine industrielle Basis und Erfahrung verfüge. Er erinnerte daran, dass Deutschland vor rund zwei Jahrzehnten als kranker Mann Europas gegolten und anschließend mit strukturellen Reformen zurück zur Wettbewerbsfähigkeit gefunden habe.
Brende betonte zugleich, die Bundesrepublik dürfe bei den Investitionen nicht nachlassen. Die Haushaltsbeschränkungen in Form der Schuldenbremse seien selbst auferlegt. Das mache es schwieriger, in Infrastruktur oder Forschung und Entwicklung zu investieren oder Start- und Risikokapital zur Verfügung zu stellen.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
