Chinesischer Technologieriese
Bytedance gibt im Urheberrechtsstreit mit Disney nach

Der chinesische Technologieriese Bytedance hat im Urheberrechtsstreit mit dem US-Unterhaltungskonzern Disney eingelenkt. ⁠Die Tiktok-Mutter kündigte an, in ihrer Video-KI Seedance 2.0 die unerlaubte Nutzung geistigen Eigentums zu unterbinden. Details nannte Bytedance nicht.

    Logo der Videoplattform Tiktok
    Die Videoplattform Tiktok gehört zum chinesischen Bytedance-Konzern. (imago / Future Image / C. Hardt)
    In der vergangenen Woche waren in China mehrere mit Seedance erstellte Videos verbreitet ⁠worden. ⁠Eines davon zeigte die ⁠US-Schauspieler Tom Cruise und Brad Pitt ⁠in einer Kampfszene. Disney schickte ⁠Bytedance daraufhin ein Unterlassungsschreiben. Der chinesische Konzern habe seine Künstliche Intelligenz unerlaubt mit Charakteren des ​US-Unternehmens trainiert, hieß es darin laut Medienberichten. Zunächst hatte das Nachrichtenportal "Axios" über das Vorgehen von Disney berichtet.
    Einem anderen Medienbericht zufolge ​erhebt auch Paramount Skydance gegen Bytedance den Vorwurf, geistiges Eigentum zu verletzen. Der Chef des Branchenverbands Motion Picture Association (MPA), Rivkin, forderte den chinesischen Internetkonzern auf, Urheberrechte zu wahren.
    Disney ‌war zuvor gegen Character.AI wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen vorgegangen. Im Dezember hatte der Konzern eine Kooperation mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI vereinbart. Dabei lizenziert Disney mehr als 200 Disney-, Star Wars-, Pixar- und ‌Marvel-Figuren ‌für Sora, die Video-KI von OpenAI.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.