Die Musikhochschule Köln darf sich zum Weihnachtsfest 2000 über eine besondere Geschenkankündigung freuen: Die Jazz-Professorin Ilse Storb will ihr Erbe den Kölnern vermachen, nachdem sie die Uni Duisburg enterbt hat. Dort hatte die heute 71jährige Musikerin bis zu ihrer Pensionierung gelehrt. Ursprünglich wollte sie ihr Vermögen, rund eine Million Mark, für einen neu einzurichtenden Aufbaustudiengang für Musiklehrer am Duisburger Zentrum für Musik und Kunst (ZMK) spenden. Doch nun steht das ZMK kurz vor der Schließung. Ilse Storb erfuhr davon nur aus der Zeitung und will jetzt lieber die Kölner Musikhochschule mit ihrem Erbe bedenken. "Dort gibt es 260 Professoren, Lehrbeauftragte, 1200 Studenten", schwärmt die Jazz-Musikerin, die in Köln Schulmusik studierte. "Alles ist Musik, Musik, Musik." Nun kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück, gründet die Ilse-Storb-Stiftung "Jazz meets the world" und unterstützt die Musiklehrerausbildung. "In Köln bin ich mit offenen Armen empfangen worden", so Ilse Storb. Doch auch die Duisburger Hochschule beglückwünscht ihre Kölner Kollegen. "Natürlich ist es ein Erbe, was man gerne in Anspruch genommen hätte", erklärt Beate Kostka, Sprecherin der Uni Duisburg. "Wir wünschen allerdings auch der Musikhochschule Köln, dass sie mit dem Erbe einen guten neuen Weg beschreitet."
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