
Welskop-Deffaa sagte im Deutschlandfunk, was man vor allem brauche, sei eine Stärkung der Freiwilligendienste - mit verbesserten Regelungen für das Taschengeld, mit einem Deutschland-Ticket und mit einem Rechtsanspruch. Die Caritas-Chefin betonte, mit einem neuen Zivildienst drohe eine Diskrepanz bei der Bezahlung. Der Zivildienst müsse sich am Sold der Bundeswehr von rund 2.300 Euro netto orientieren. Das derzeitige Taschengeld für Freiwillige betrage hingegen rund 400 Euro. Da der Zivildienst nur von jungen Männern geleistet werde, drohe der Freiwilligendienst zur Resterampe für junge Frauen zu werden, die dann zu viel schlechteren Bedingungen tätig wären.
Das Bundesfamilienministerium bereitet derzeit die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor, sollte die Wehrpflicht wieder eingeführt werden.
Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
