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Causa Rolf Beilschmidt"Wenn er einen Funken Anstand hätte, würde er von sich aus zurücktreten"

"Wenn er einen Funken Anstand hat, würde er von sich aus zurücktreten", sagte Henner Misersky, ehemaliger Leistungssportler in der DDR, über den ehemalige Stasi-Spitzel Rolf Beilschmidt an der Spitze des Landessportbundes Thüringen. Kader wie Beilschmidt seien für Systemdoping verantwortlich gewesen.

Henner Misersky im Gespräch mit Philipp May | 26.04.2015

Rolf Beilschmidt pflegte als späterer einflussreicher Funktionär bis zur Wende eine intensive und vertrauliche Zusammenarbeit mit der Stasi.
Rolf Beilschmidt pflegte als späterer einflussreicher Funktionär bis zur Wende eine intensive und vertrauliche Zusammenarbeit mit der Stasi. (picture-alliance / dpa / Soeren Stache)
Nachdem belastendes Material aufgetaucht war, hätte er seinen Posten ruhen sollen. Stattdessen habe er bei der Olympiabewerbung in der Frankfurter Paulskirche gesessen. Damit führe der Sport, der seinen moralischen Anspruch vor sich her trage, diesen ad absurdum.
Eines DOSB-Ausschusses zur Causa Beilschmidt hätte es nicht bedurft, so Misersky. Stattdessen hätte es eine prinzipielle Regelung geben sollen, die belastete Nomenklaturkader von Sport und Bildungssystem ausschließen. Überläufer seien aber direkt vom bundesdeutschen Sport integriert worden. Die Täter von gestern seien die Aktivisten von heute.
Das vollständige Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.