Hardt sagte im Deutschlandfunk, damit werde das gemeinsame Abschreckungsnarrativ, dass man als NATO-Parter in Europa zusammenstehe, ein Stück weit unterminiert.
Perspektivisch müssten amerikanische Truppen durch europäische ersetzt werden, er glaube jedoch, dass die Entscheidung von US-Präsident Trump innenpolitisch motiviert sei. Man bediene sich der Legende, alles Böse, was Amerika widerfahre, komme von außen. Das Land schade sich damit selbst. Das sei vielen in den USA bewusst - auch auf republikanischer Seite. Die Drehscheibe Ramstein sei etwa für amerikanische Einsätze sehr wichtig, betonte Hardt.
US-Verteidigungsminister Hegseth hatte zuvor den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug der Soldaten soll dem Pentagon zufolge in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Aktuell sind demnach rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland.
Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
