Besuch in Kiew
CDU-Chef Merz plädiert erneut für Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern

CDU-Chef Merz hat die Bildung einer europäischen Kontaktgruppe vorgeschlagen, um die weitere Unterstützung der Ukraine zu koordinieren.

    Friedrich Merz (M), Unions-Kanzlerkandidat und CDU-Bundesvorsitzender geht mit Martin Jäger (l), Botschafter Deutschlands in der Ukraine und Johann Wadepuhl über den Michaelsplatz in der Ukraine.
    Unions-Chef Merz hält sich für einen Tag in ukrainischen Hauptstadt auf. (Michael Kappeler/dpa)
    Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Kiew sagte Merz, man müsse ohne Einschränkungen alles tun, um die Ukraine in die Lage zu versetzen, ihr Recht auf Selbstverteidigung wahrzunehmen. In diesem Zusammenhang sprach sich der Unions-Kanzlerkandidat erneut für die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus.

    Selenskyj hofft auf "entschlossenere Taten"

    Selenskyj betonte, sein Land zähle auf stärkere, entschlossenere Taten Deutschlands und von Merz persönlich. Darüberhinaus verlangte er ein weiteres Mal Sicherheitsgarantien für sein Land. Er verwies auf den Vorschlag des französischen Präsidenten Macron, dass ein gewisses Kontingent ausländischer Soldaten in der Ukraine präsent sein könne, solange das Land nicht in der NATO sei.
    Der Rat der Europäischen Union gab die Auszahlung von 4,1 Milliarden Euro Finanzhilfe an die Ukraine frei. Nach Angaben der Vertretung der Mitgliedstaaten handelt es sich um die zweite reguläre Zahlung aus dem neuen Unterstützungsprogramm der EU. Es ist an Reformauflagen gebunden, darunter zusätzliche Verwaltungskapazitäten zur Korruptionsbekämpfung.
    Diese Nachricht wurde am 09.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.