Schutz von Kindern und Jugendlichen
CDU für Social-Media-Verbot bis 14 Jahre - Prien (CDU): Von US-Drohungen nicht einschüchtern lassen

Ein Verbot Sozialer Medien für Kinder und Jugendliche in Deutschland rückt näher.

    Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, steht an einem Rednerpult und gestikuliert.
    Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Markus Scholz)
    Der CDU-Bundesparteitag hat einen entsprechenden Antrag verabschiedet. Die Delegierten sprachen sich dafür aus, Kindern bis 14 Jahren die Nutzung zu untersagen. Für 14- bis 16-Jährige soll es einen besseren Schutz geben. Bundesbildungsministerin Prien sagte dem Deutschlandfunk, der Kinder- und Jugendschutz sei von so hoher Bedeutung, dass man sich auch von möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen aus den USA, wo die meisten Plattformen ihren Hauptsitz haben, nicht einschüchtern lassen dürfe. Die Australier hätten vorgemacht, dass man sich gegen die USA durchsetzen könne. Vorwürfe an die CDU als neue Verbotspartei wies Prien zurück. Die SPD befürwortet ebenfalls ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre.
    Fachverbände, Pädagogen und Jugendorganisationen kritisieren das. Sie fordern Medienbildung, Regulierungen der Plattformen und Wahrung der Teilhaberechte von Jugendlichen an Information, politischer Partizipation, Lernangeboten und Unterhaltung.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.