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StartseiteInterview"Dringender Wunsch nach Verbot der Tabak-Außenwerbung"29.06.2019

CDU-Gesundheitspolitikerin"Dringender Wunsch nach Verbot der Tabak-Außenwerbung"

Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU, sagte im Dlf, der Widerstand in ihrer Fraktion gegen ein Tabakwerbeverbot bröckele. Es sei geplant, nach der Sommerpause einen Einigungsvorschlag vorzulegen. Diskutiert würde noch, wie man mit Werbung für E-Zigaretten umgehen solle.

Karin Maag im Gespräch mit Stefan Heinlein

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Auf dem weißen Plakat steht "Maybe forward", das erste Wort ist mit einem roten Kreuz durchgestrichen. Im Hintergrund steht ein Zug. (Wolfram Steinberg / dpa)
Eine junge Frau geht am 29.07.2014 am Hauptbahnhof in Freiburg (Baden-Wuertemberg) an einem Großplakat mit Werbung für Zigaretten vorbei. (Wolfram Steinberg / dpa)
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Karin Maag sagte im Dlf, sie kämpfe in der Fraktion gegen die bestehende Erlaubnis für die Werbung. Der geplante Einigungsvorschlag sehe das Verbot vor. Die Wirtschaftspolitiker seien allerdings der Auffassung, dass geworben werden dürfe, weil Tabak kein verbotenes Produkt sei, so die CDU-Gesundheitspolitikerin.

Was den Einigungsvorschlag betreffe, sei man noch in der Diskussion über Übergangsregelungen und E-Zigaretten. Diese enthielten zwar keinen Tabak, seien aber "sicher nicht gesund".

Die Vorsitzende der Frauengruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, spricht am 15.02.2017 bei einem Treffen der Netzwerkerinnen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Reichstagsgebäude in Berlin. (picture alliance/dpa - Gregor Fischer)Die Bundestagsabgeordnete Karin Maag (CDU). (picture alliance/dpa - Gregor Fischer)

Bushaltestellen aus Tabakwerbung finanziert

Maag sagte weiter, es gebe Argumente gegen ein Verbot, die sie gelten lasse müsse. Etwa finanzierten Kommunen ihre Bushaltestellen mit den Einnahmen aus der Tabakaußenwerbung. Hier streite man über Übergangsfristen.

Auf die Frage, wie groß der Einfluss der Tabakindustrie auf die Politik sei, sagte Maag, dass man "selbstverständlich mit allen" rede. Dazu gehörten Landwirte, die sich um die Pflanzen kümmerten oder "die größeren Konzerne". Jeder hätte das Recht, seine Meinung zu vertreten.

Ihre Aufgabe sei es abzuwägen, wer die besseren Argumente habe. Aus ihrer Sicht als Gesundheitspolitikerin bestehe "ein dringender Wunsch nach Verbot der Außenwerbung".

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