Nach der Wahl in Baden-Württemberg
CDU-Landeschef Hagel bietet Rücktritt an - Parteispitze lehnt ab und stärkt ihm den Rücken

Nach der knappen Niederlage der CDU bei der Wahl in Baden-Württemberg hat deren Spitzenkandidat und Landesvorsitzender Hagel seinen Rücktritt angeboten.

    Hagel mit dunkelgrauem Jackett, Krawatte und Brille in einem Raum. Er schaut zur Seite.
    Rücktrittsangebot abgelehnt: CDU-Landeschef Manuel Hagel. (picture alliance / dts-Agentur )
    Dies gab CDU-Landessekretär Vogt bekannt. Das Angebot sei bei einer Vorstandssitzung in Stuttgart aber klar und einstimmig abgelehnt worden, sagte Vogt. Hagel habe vielmehr stehenden Applaus bekommen und werde die CDU in möglichen Koalitionsgesprächen anführen.
    Aus der Bundes-CDU wurde angesichts des knappen Wahlausgangs ein alleiniger Führungsanspruch des Grünen-Spitzenkandidaten Özdemir infrage gestellt. Unions-Fraktionschef Spahn brachte eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Gespräch. Demzufolge würden Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Hagel jeweils zweieinhalb Jahre an der Spitze der Regierung stehen. Özdemir lehnte dies ab. Er sagte, auch bei einem Sieg mit nur einer Stimme Vorsprung würden die Grünen den Ministerpräsidenten stellen. Seine Partei hat die Wahl zwar mit 0,5 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Grüne und CDU kommen im Landtag aber auf die gleiche Zahl von jeweils 56 Mandaten.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.