Geplante Steuerreform
CDU-Politiker Güntzler: Gesetzentwurf sorgt nicht für Wachstumsimpulse

Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Güntzler, sieht weiteren Handlungsbedarf bei der geplanten Steuerreform.

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler sitzt an einem Rednerpult und schaut zur Seite. Vor ihm steht ein Mikrofon mit roter Markierung.
    Der finanzpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Fritz Güntzler (Archivbild). (picture alliance / SZ Photo / Mike Schmidt)
    Der Gesetzentwurf sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk, doch Wachstumsimpulse würden damit nicht erzeugt. Viele Verbraucher hätten nichts von den Steuerentlastungen, weil durch die sogenannte kalte Progression mehr Steuern für höhere Einkommen anfielen. Um das auszugleichen, seien mindestens acht Milliarden Euro nötig, betonte Güntzler. Dieser Betrag müsse aus dem Gesamthaushalt gewonnen werden. Damit stellte er sich inhaltlich hinter die Kritik von Wirtschaftsministerin Reiche am Etatentwurf von Finanzminister Klingbeil, SPD. Jedoch sei es nicht gut, dass diese Diskussion zwischen den Ministerien öffentlich geführt werde, betonte er.
    Der Gesetzentwurf des Finanzministers zur Steuerreform wurde gestern vom Kabinett verabschiedet. Er sieht eine Entlastung von rund zehn Milliarden Euro primär für Familien mit Kindern sowie Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen vor.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.