Rentendebatte
CDU-Sozialpolitiker Radtke wirft Kanzler Angstmache vor

Die Äußerungen von Bundeskanzler Merz zur Zukunft der Rente sorgen weiter für Diskussionen.

    Dennis Radtke steht hinter einem Rednerpult und gestikuliert mit der rechten Hand.
    Der CDU-Abgeordnete Radtke (Jacob Schröter / dpa / Jacob Schröter)
    Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels der CDU, Radtke, forderte Merz auf, die Bürger angesichts anstehender Sozialreformen nicht weiter zu verunsichern. Es brauche keine pauschalen Aussagen, die keine Problem lösten, sondern nur weitere schafften, betonte Radtke. So würden sich etwa auch aktuelle Rentner von den Aussagen des Kanzlers angesprochen fühlen, obwohl sie gar nicht von möglichen Kürzungen betroffen seien. Merz sollte sich klar zu einem leistungsfähigen Sozialstaat bekennen, forderte Radtke.
    Gewerkschaften drohten dem Kanzler derweil mit Protesten. Die Vorsitzende der IG Metall, Benner, sagte der "Süddeutschen Zeitung", wenn die Regierung tatsächlich die gesetzliche Rente kürzen sollte, dann sei dies ein No Go und dann brenne die Hütte. - Merz hatte erklärt, die gesetzliche Rentenversicherung werde künftig allenfalls noch eine Basisabsicherung sein.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.