
Die CDU brachte eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Gespräch. Unions-Fraktionschef Spahn sagte in Berlin, er habe dieses Modell im Parteivorstand als Option vorgebracht. Demzufolge würden Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Hagel jeweils zweieinhalb Jahre an der Spitze der Regierung stehen. Hagel selbst sprach von einer neuen und einmaligen Konstellation im Landtag. Alles gehöre auf den Prüfstand. Bundesparteichef Merz gratulierte den Grünen zwar zum Wahlsieg. Zugleich betonte der Kanzler aber, die deutlichen Zugewinne seiner Partei und die Gleichzahl der Mandate müssten sich in einem möglichen Koalitionsvertrag und in der Regierungspolitik abbilden.
Özdemir lehnte eine Teilung der Amtszeit strikt ab. Die Situation sei zu ernst für Quatsch aller Art. Er mache erwachsene Politik. Auch bei einem Sieg mit nur einer Stimme Vorsprung würden die Grünen den Ministerpräsidenten stellen. Die Grünen hatten die Wahl zwar mit 0,5 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Beide Parteien erhalten aber mit jeweils 56 die gleiche Anzahl an Mandaten. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Abstimmung erreichten die Grünen 30,2 Prozent und die CDU 29,7 Prozent. Dritter wurde die AfD, die auf 18,8 Prozent kommt. Die SPD liegt bei 5,5 Prozent. FDP und die Partei Die Linke verpassen mit jeweils 4,4 Prozent den Einzug in den Landtag. Auf die sonstigen Parteien entfallen rund 7 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
