Wahl in Baden-Württemberg
CDU stellt automatischen Führungsanspruch Özdemirs infrage

Nach dem knappen Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die CDU einen alleinigen Führungsanspruch des Grünen-Spitzenkandidaten Özdemir infrage gestellt.

    Jens Spahn (CDU), CDU/CSU Fraktionsvorsitzender im Bundestag, kommt zu den Gremiensitzungen der CDU in der Bundeszentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus, an und spricht in Mikrofone.
    Jens Spahn (CDU), CDU/CSU Fraktionsvorsitzender im Bundestag (picture alliance/dpa/Michael Kappeler)
    Unions-Fraktionschef Spahn brachte eine Teilung der Amtszeit des Ministerpräsidenten ins Gespräch. Demzufolge würden Özdemir und CDU-Spitzenkandidat Hagel jeweils zweieinhalb Jahre an der Spitze der Regierung stehen. Hagel selbst sprach von einer neuen und einmaligen Konstellation im Landtag. Alles gehöre auf den Prüfstand. Bundesparteichef Merz gratulierte den Grünen zwar zum Wahlsieg. Zugleich betonte der Kanzler aber, die deutlichen Zugewinne seiner Partei und die Gleichzahl der Mandate müssten sich in einem möglichen Koalitionsvertrag und in der Regierungspolitik abbilden.
    Özdemir lehnte eine Teilung der Amtszeit ab. Er sagte, auch bei einem Sieg mit nur einer Stimme Vorsprung würden die Grünen den Ministerpräsidenten stellen. Seine Partei hat die Wahl zwar mit 0,5 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen. Grüne und CDU kommen im Landtag aber auf die gleiche Zahl von jeweils 56 Mandaten.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.